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Allgemein, Geld sparen

Mein Auto abschaffen?

IMG_1933Mit meinem letzten Auto hatte ich Pech. Ich habe es bei einem Gebrauchtwarenhändler gekauft und der hat mich so richtig über den Tisch gezogen. Das Fazit heute: Das Auto steht defekt in der Garage und ich warte auf einen Gerichtstermin, in welchem verhandelt wird, ob der Gebrauchtwarenhändler den Kauf rückabwickeln muss.

Was es aber auch bedeutet hat, war eine wichtige Lernerfahrung. Ich wohne etwa 40 km von meiner Arbeit weg, mein Auto habe ich neben der Fahrt zur Arbeit auch gebraucht um meine Tochter zu vielen verschiedenen Terminen zu fahren. Als es nun kaputt ging, mussten wir uns plötzlich neue Wege einfallen lassen. Denn ich wollte nicht das mühsam ersparte Geld angreifen und ohne eine Lösung (Verkauf) für das alte Auto war klar, ich kann auch kein Neues kaufen. Meine Tochter ist inzwischen 13 und sie fand die Nachricht, dass sie in Zukunft noch mehr mit dem Bus machen müsste, völlig okay. Immerhin machen das auch einige Freundinnen und sie verbuchte das eher unter der Möglichkeit ihre Selbständigkeit zu erweitern, als unter irgendwelchen Einschränkungen.

Für mich selbst dachte ich erst, dass es sehr umständlich werden würde. Von unserem kleinen Ort bringt mich nach 8 Uhr nur noch stündlich ein Bus in die Stadt. Ich war dann doch überrascht. Ich musste mich zwar auf die Abfahrtszeiten einstellen. Daran habe ich mich schnell gewöhnt. Der Bus fährt nach unserer Station noch vier andere Haltestellen an, dann geht es auf die Autobahn in die Stadt. Die Fahrt dauert insgesamt etwa 10 Minuten länger als mit dem Auto. Allerdings auch nur, wenn ich mit dem Auto gut durchkomme. Nicht einberechnet ist die Parkplatzsuche in der Stadt. Die war immer unberechenbar und entsprechend früh bin ich zu Terminen losgefahren. Da ist der Bus viel berechenbarer.

Ich warte nun sehnsüchtig auf meinen Gerichtstermin. Weil ich gerne Klarheit habe. Nicht weil ich dann ein neues Auto kaufen will. Es geht wunderbar ohne. Für Transportfahrten muss ich mir noch eine Lösung einfallen lassen. Entweder werden dies Freundinnen lösen, indem sie mich mitnehmen oder ich muss mir eine Carsharingvariante einfallen lassen. Die sind bisher hier auf dem Dorf eher rar, aber ich bin zuversichtlich, dass sich auch für dieses kleine Detailproblem eine Lösung finden wird.

Geradezu begeistert bin ich über die Aussicht, mir in Zukunft keine Sorgen mehr um Reparaturen und deren Kosten machen zu müssen. Das hat mich so oft belastet. Da ist eine Monatskarte eine so wunderbar überschaubare Ausgabe dagegen. Wunderbar!

Diskussionen

2 Gedanken zu “Mein Auto abschaffen?

  1. Liebe Miriam,
    herzlichen Glückwunsch spreche ich Dir als ein seit vielen Jahren „Autolo(o)ser“ aus. Toll, dass Du schon so schnell herausgefunden hast, wie Du ohne Auto klarkommst. Und „Hut-ab“ vor Deiner Tochter. So einen Wechsel vom „Mama-Taxi“ zum „Pöbel-Schubser“ nimmt nicht jedes Kind so klaglos hin.
    Zum Thema CarSharing-Varianten möchte ich Dir Mut machen. Ich war Mitgründer einer nachbarschaftlichen CarSharing-Initiative, die sich bis heute zu einem CarSharing – Verein mit vier eigenen Autos gemausert hat. Der VCD hat speziel für das private Auto-Teilen einen Mustervertrag herausgebracht, der eine gute rechtliche Grundlage ist. Kann ich Dir auf Wunsch gerne zukommen lassen oder Du forderst ihn beim VCD an. Und wenn Du von Deinen guten Erfahrungen mit dem Bus im Dorf rumerzählst, finden sich vielleicht noch Gleichgesinnte.
    Viel Erfolg vor Gericht und Alles Gute, Michael

    Gefällt mir

    Verfasst von Michael | 2. März 2016, 12:22
  2. Hallo Miriam,

    hier noch ein anderer Michael :). Ich habe mir im Leben noch nie ein Auto gekauft, sondern immer schön investiert und damit schon ein kleines Vermögen aufgebaut. Zwar war ich da immer etwas der Sonderling, aber finanziell hat mich das weit gebracht. Die Kosten für ein Auto sind enorm und für mich ist das ein absolutes Luxusgut…das sich anscheinend sehr viele Leute leisten können.

    Natürlich gibt es auch die andere Seite. Viele auf dem Land sind auf ihr Auto angewiesen…in der Stadt sieht das allerdings anders aus.

    Summa summarum, beachte immer das Pareto Prinzip (80:20 Regel) und schau dir Deine Kosten nach diesem Prinzip an. So findest Du die höchsten Kostentreiber und kannst diese dann auch wegmachen oder mit was besserem substituieren.

    Liebe Grüße,
    Michael (Geldkatze)

    Gefällt mir

    Verfasst von Michael Katzmann | 19. März 2016, 13:02

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