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Allgemein, Altersvorsorge, Anlage-ideen, Geld sparen, Geldmuster

Ein Jahr „Geldgespräche“ – wie geht es weiter?

IMG_5270Anfang 2015 haben sich drei Frauen bei mir zu unseren neu erfundenen Geldgesprächen eingefunden. Das Ziel war ein vertrauensvoller Austausch zum Thema Geld und Finanzen. Wir haben uns 2015 etwa einmal im Monat getroffen, das ganze war auch für mich ein Experiment. Deshalb ein Experiment, weil ich keine Anlageberaterin bin und auch selbst nicht behaupten würde, sehr viel zum Thema Geld zu wissen. Aber als Coach hatte ich eine Ahnung, dass Geld auch nur ein Repräsentant ist. Für unseren eigenen Selbstwert, zur Manifestierung von Glaubenssätzen und als Abbild unserer Vorfahren und Vorbilder.

Nach einem halben Jahr hatte Monika die Idee mit dem Blog. Sie hatte bei uns eine interessante Sonderrolle. Ihr Zugang zu ihrem Vermögen war ihr eigentümlich versperrt. Eine interessante Verquickung aus Energien ihrer Vorfahren und unmittelbar aus dem Geldumgang ihres Vaters. Um besonders sich und im zweiten Schritt auch den Anderen deutlich zu machen, wie sie zu ihrem Vermögen gekommen ist, hat sie dann ihre Geschichte aufgeschrieben. Nach der Lektüre waren die Anderen und ich so begeistert, dass wir sie ermutigt haben, ein E-Book aus dieser Geschichte zu machen.

In diesem Veröffentlichungsprozess entstand dann die Blogidee. Einfach um noch mehr Frauen für das Thema Geld zu begeistern. Und Tabus zu lüften. Über Geld spricht man nicht? Wir schon!

Zum Jahresbeginn haben wir beschlossen, die regelmässigen Treffen zu beenden. Ziemlich planmässig, die Gruppe war als Jahresgruppe 2015 ausgelegt gewesen. Blieb nun aber die Frage, was machen wir mit dem Blog? Dazu ein bisschen die verschiedenen Positionen in Interviewform:

Gisela: Die Damen, wir haben den Blog vor vier Monaten angefangen. Nun sind unsere Treffen zu Ende. Was machen wir mit dem Blog. Lassen wir ihn sterben? Soll ihn eine neue Runde Geldgespräche übernehmen oder wer will hier weiter Texte schreiben?

Sabine: Also ich bin raus. Mir ist meine Altersvorsorge immer noch nicht klar, aber ich habe es ganz gut geschafft, dies wieder aus meinem Alltag heraus zu halten. Vor einigen Wochen ist ein guter Freund gestorben. Einfach so mit 42 Jahren. Das hat mich schwer getroffen. Aber ich habe dann auch gedacht, ich mach mich doch jetzt nicht verrückt für etwas was noch Jahrzehnte hin ist und vergesse darüber, mein Leben jetzt glücklich zu leben. Es kann so schnell zu Ende sein.

Monika: Da ich den Freund auch gut kannte, kann ich Dich verstehen, Sabine. Ich habe auch vieles überdacht, als ich von dem plötzlichen Tod erfahren habe.

Ich weiß, Du hast viele Schwierigkeiten auch mit dem Blog gehabt und ich hatte zwischendurch auch ein schlechtes Gewissen, dass ich diesen Vorschlag eingebracht hatte. Besonders als der Rentenrechner von Gisela dann auch noch einen Fehler hatte und die Zahlen für Dich noch bescheidener aussahen. Trotzdem bedauere ich es, weil ich glaube, dass es da draußen viele Frauen gibt, die genau in Deiner Situation sind. Und die vielleicht Deine Gedanken brauchen könnten.

Gisela: Monika, wie sieht es denn für Dich aus? Immerhin war Dein Artikel „Die Nachteile der finanziellen Freiheit“ der meist gelesene Artikel im Blog. Bleibst Du Deiner Blogidee treu?

Monika: Ja, unbedingt. Mir hat das Schreiben Spaß gemacht und ich habe wertvolles Feedback zu meinem Buch und zu einigen Blogtexten bekommen. Es war mir vorher nicht bewusst, dass mein Werdegang und meine Gedanken zu meinem Leben, in dem ich nicht mehr arbeiten muss, für andere interessant sein könnten. Ich erlebe mich immer noch in einem Findungsprozess und schreibe darüber gerne. Bleibst Du denn mit Deiner Coachingexpertise auch an Board, Gisela?

Gisela: Ja, schon. Als Coach habe ich ja eine kleine Leidenschaft für die Schnüffelhundsuche. Die Suche nach den versteckten Vorstellungen und Grenzen, die Menschen dazu bringen, was auch immer nicht zu verändern. Obwohl sie es eigentlich so gerne wollen. Beim Thema Geld haben wir das laufend. Gerne schreibe ich dazu, weil ich gerne Hilfestellungen gebe, wie man das auch alleine machen kann. Ganz davon abgesehen, dass ich gerne wieder eine Geldgruppe starte oder auch in Einzelcoachings telefonisch oder in meinen Räumlichkeiten in Berlin helfe, ganz individuell die eigenen Geldmuster aufzulösen.

Miriam: Ja, das hast Du mich ja sehr effektiv vorangebracht. Was hat sich in dem Jahr bewegt. Allerdings bin ich im Augenblick nicht ganz so sicher, was ich zum Blog beitragen kann. Ich habe es jetzt so eingerichtet, dass ich neben meiner gesetzlichen Altersvorsorge noch in zwei ETFs per Sparplan einzahle. Das läuft automatisch, was soll ich dazu noch sagen. Aber wenn ich wieder zweifle – was aktuell bei diesem Aktienmarkt eigentlich schon der Fall ist – dann melde ich mich gerne im Blog nochmal zu Wort. Wahrscheinlich selten, aber gerade die Diskussion unter uns, bevor die Texte online gehen, ist ein schöner Grund, um mit Euch in Kontakt zu bleiben.

Gisela: Ist es für Euch alle okay, das wir auch noch andere Frauen zu Wort kommen lassen? Gerade wenn sich neue Geldgespräche etablieren?

Monika: Ich glaube, wenn die zum Blog gute Inhalte beitragen können, dann ist das sehr willkommen!

 

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Über Gisela Enders - Coach

Coach, Autorin, Bloggerin

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Ein Jahr „Geldgespräche“ – wie geht es weiter?

  1. Mein Beileid bezüglich des viel zu früh verstorbenen Freundes. Wenn jemand so jung stirbt, rücken plötzlich andere Gedanken in den Vordergrund. Das Leben kann tatsächlich von heute auf morgen zu Ende sein. In den letzten Jahren sind bei mir 2 Schulkameraden bei Unfällen ums Leben gekommen. Ich weiß nicht, ob man jemals ohne Trauer an den Verlust eines Menschen denken kann. Andererseits denke ich mir dadurch: Passt auf euch auf, achtet auf eure Gesundheit und verbringt die Momente mit geliebten Menschen so schön es geht. Falls mit mir mal was sein sollte, will ich dass meine Hinterbliebenen nicht noch zusätzlichen Kummer haben. Meine Eltern kennen deswegen meine Konten, auf denen mehr als genug Geld für eine Beerdigung wären.

    Ich habe euren Blog die letzten Monate sehr gerne verfolgt. Ihr müsst ja nicht auf Biegen und Brechen was Schreiben, aber die Gedanken -auch die Zweifel- lese ich gerne mit. Ich muss dabei immer ein wenig an meine Eltern denken, die schon längst aufgegeben haben, an die Zukunft zu denken. Bei euch hätte ich zu gerne mitverfolgt, wie ihr dem Ganzen die Stirn bietet.

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    Verfasst von Ex-Studentin | 10. Januar 2016, 20:23

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