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Allgemein, Altersvorsorge, Geld sparen

Teure Zähne!

Italien 056Ja, ich habe mich lange nicht mehr gemeldet. Das ist so, wenn alles ruhig und nach Plan läuft. Was soll ich darüber schon schreiben? Ich habe meine Ausgaben optimiert, ich habe sogar eine Gehaltserhöhung bekommen und ich habe mir verkniffen, darüber nachzudenken, was ich dafür kaufen könnte, sondern habe meine Sparrate erhöht. Und das war gut so. Ganz ohne aktiv zu shoppen, darf ich nämlich demnächst gut Geld ausgeben.

Ich war bei meiner Zahnärztin

Zwei Zähne sind hin und mussten raus. Nun braucht es eine neue Lösung für die Lücke. Komisch, es gab keine Alternative, die ohne Zuzahlung umsetzbar wäre. Keine Ahnung, ob meine Zahnärztin mir diese nicht genannt hatte, weil sie eh Schwachsinn sind oder ob die Lösung ohne Zuzahlung tatsächlich nur eine Lücke wäre. Für mich gibt es nun die schöne Entscheidung zwischen einer Art Klammer, an der die beiden Zähne dran hängen und die in die gesunden Zähne eingehackt werden oder zwei Implantaten. Je nach Ausführung kommen auf mich Kosten in Höhe von 1.800 bis 4.500 € zu. Für zwei Zähne. Wenn ich mich für die teureren Implantate entscheide, ist der Puffer aus meiner Gehaltserhöhung weg.

Das Gebiss für 30.000 €?

Nun weiß ich von meinen Eltern, dass diese nur noch künstliche Zähne haben. Wahlweise in Form eines Gebisses und teilweise auch als Implantate. Jedes für etwa 2.000 €? Da kommen ja noch Kosten auf mich zu. Entsprechend habe ich meine Eltern gleich mal angerufen und gefragt, wie viel sie so in ihre Zähne in den letzten Jahrzehnten investiert haben. Meine schlimmsten Befürchtungen wurden bestätigt. Mein Vater meinte, ja mit 30.000 würde man bei ihm durchaus richtig liegen. „Bei Mama kannst Du das doppelte rechnen“. Die Arme hatte in den letzten Jahren echt viel Stress mit ihren Zähnen.

Selbst wenn ich davon ausgehe, dass meine Zähne vielleicht ein bisschen besser gepflegt wurden – gerade meine Kindheit fand ja glücklicherweise nicht im Krieg und in der Nachkriegszeit statt – so muss ich hier wohl doch mit einem erheblichen Kostenpunkt rechnen.

Zahnzusatzversicherung als Lösung? 

Bisher habe ich keine Zahnzusatzversicherung. Monika hat eine und von ihr kenne ich die Rahmenbedingungen. Sie zahlt etwa 40 € bei ihrem Tarif, dafür bekommt sie aber auch Zuzahlungen bei ihrer Heilpraktikerin und bei Brillen erstattet. Es geht also nicht alles für die Zähne drauf. 40% der Kosten für Zahnersatzleistungen sollen aber erstattet werden. Ihre Erfahrung aus der Praxis bei einem Implantat im letzten Jahr war allerdings ernüchtern. Circa ein Drittel der Kosten hat die Zusatzversicherung nicht anerkannt. Dadurch wurden aus den 40% schnell nur noch etwa 25%. Ob das dann tatsächlich Sinn macht, sei dahingestellt. Zumal man in die Zusatzversicherung einige Jahre einzahlen muss, bis man auf diese 40% überhaupt kommt.

Spare, spare – für die Zähne

Ich bin wahrscheinlich schon zu alt und ein bisschen zu krank für eine Zusatzversicherung. Also bleibt diese Option für mich verschlossen. Heißt, ich werde die nächsten Jahre auch im Blick haben müssen, dass ich meine Zähne nicht nur putzen muss, sondern dass ich neben das Waschbecken auch noch eine Spardose aufstellen muss. Damit hatte ich bisher nicht gerechnet.

 

 

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Diskussionen

4 Gedanken zu “Teure Zähne!

  1. hi Miriam,
    ich wohne in der CH und da ist Alles ein wenig Anders, praktisch Niemand hat eine Zahnversicherung, die zahlen nämlich nicht viel, in der CH ist Zahnvorsorge ein grosses Ding, fängt bei Kindern an die obligatorisch in die Schulzahnklinik müssen, CH putzen andauernd die Zähne und ohne Zahnseide gilt man als Ferkel 🙂

    Auch ich habe schlechte Zähne (gehabt), fing schon als Kind an, bin jetzt 58, ich gehe 2x jährlich zur Dentalhygiene + Check, in Deutschland allerdings, da günstiger. Dieses Jahr hatte ich Pech, ich brauchte auch eine Teilkrone, kostete mich als Privatpatientin über 1500 Euro, war aber eine Goldkrone, wollte ich nicht, aber der Zahnarzt meinte dass das soweit hinten ist, kein Mensch ausser ER würde mir soweit in den Mund schauen… hi hi..
    Also bekam ich das Golddingens, ICH finde es nicht so gelungen, weil ich es weiss, es soll auch viel haltbarer als Porzellan sein und ob ich das nun zu meiner Geldanlage zählen soll weiss ich nicht…. hi hi…

    Aber was ist die Alternative, Gebiss??? nein danke…so werde ich weiterhin 2xjährlich zur Dentalhygiene marschieren, wie die CH andauernd die Zähne schrubben und selbstverständlich mit Zahnseide fädeln was das Zeug hält.
    Und hier zeigt sich eben nochwas, wie gut hat man Reserven, ich konnte das problemlos zahlen, aber ich hätte es auch lieber in Aktien angelegt, vermutlich werde ich mal Straumann Aktien kaufen….

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    Verfasst von Annabella | 16. Dezember 2016, 19:46
    • Liebe Annabella,
      ja, das wollte ich mit dem Beitrag bezwecken. Ich hatte Kosten für Zähne vorher nicht auf dem Schirm und ich bin genauso wie Du sehr, sehr froh, dass es da diese Rücklage gab und ich nicht irgendwelche Freunde um Geld bitten musste.
      Danke für Deinen Einblick in die Schweizer Situation, die scheint nochmal teurer zu sein (wie immer, dafür habt ihr Berge (-:).
      Viele Grüße Miriam

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      Verfasst von Miriam - sucht die Altersvorsorge | 28. Dezember 2016, 11:25
  2. Zahnersatz (egal ob Teilkrone oder Größeres) kostet nicht in jeder Praxis dasselbe, im Zweifel lohnt es sich, einen weiteren Kostenvoranschlag einzuholen.

    Zur Vorbeugung habe ich mich wieder auf Xylitol besonnen. Nicht als Ersatz für Zucker, sondern für die Anwendung zwischendurch und / oder vor dem Schlafengehen. Damit hält man Kariesbakterien in Schach und möglicherweise ist es auch gut für das Zahnfleisch. Man kann Xylitol in verschiedenen Online-Shops bestellen. Der Geschmack ähnelt Zucker, es fühlt sich aber etwas kühler an.

    Hintergrundinfo: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=3724

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    Verfasst von Irene Gronegger | 25. Dezember 2016, 0:07

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