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Allgemein, Anlage-ideen, Vermögensbildung

ETFs oder Einzelaktien?

IMG_6576Das Netz ist voll von Finanzblogs, die meist ETFs empfehlen, einige natürlich auch Aktien. Ich bin mir in meiner eigenen Entscheidung, wie ich mein Geld im Aktienmarkt anlege, noch nicht sicher. Im Augenblick habe ich beides.

Warum ETFs? 

Für ETFs spricht meine eigene Sicherheitsstimme. Warum sollten plötzlich 1.000 Unternehmen, die am Aktienmarkt notiert sind, abstürzen? Und wenn sie es denn täten, hätte ich wahrscheinlich ganz andere Sorgen, als meine Geldanlagen. Denn dann hätten wir einen richtig heftigen Aktieneinbruch und damit verbunden auch eine Weltwirtschaftskrise. Für mein Sicherheitsstimme spricht ein ETF auf den MSCI World, außerdem halte ich Anteile am Arero. Damit auch meine kleine Zockerin in mir ein bisschen Spaß oder besser Kitzel haben darf, habe ich auch einen ETF auf Aktien in Lateinamerika. Und für die Strategin in mir einen auf Nordeuropa. Den Kitzel aus Lateinamerika hätte ich mir bisher sparen können, der strategische Gedanke, dass  die Skandinavischen Länder weiterhin eine gute wirtschaftliche Entwicklung hinlegen werden, war dagegen gar nicht schlecht.

Das war´s dann schon an ETFs.  Da ich die Krise im Sommer weitestgehend mitgenommen habe, sind alle ETFs aktuell im roten Bereich, allerdings steigend und – was meiner Sicherheitsstimme sehr entspricht – nicht besonders tief im roten Bereich.

Einen wesentlichen Nachteil an ETFs ergibt sich bei mir aus der sonst so geschätzten Größe der einzelnen Indexe. Ich suche mir gerne Unternehmen aus und wähle eben auch aus, in welche Unternehmen ich kein Geld stecken möchte. Da mag man mir jetzt vorwerfen, dass ich aus der Ferne nie genau beurteilen kann, welche Unternehmen in meiner Wertskala gute oder böse sind. Und da mag was dran sein. Trotzdem fühle ich mich bei einigen Großkonzernen einfach nicht wohl und möchte diesen mein Geld nicht geben, auch nicht verpackt in einem ETF.

Warum Aktien? 

Gerade mein Kritikpunkt an ETFs spricht natürlich für Einzelaktien. Hier kann ich mir die Unternehmen und deren Angebote anschauen und dann entscheiden, ob ich mich in dieser Branche und konkret in diesem Unternehmen finanziell engagieren möchte. Der große Nachteil liegt auch auf der Hand: Das macht viel Arbeit! Und nicht immer entwickeln sich die interessanten Lieblingsunternehmen auch in die richtige Chartrichtung.

Trotzdem und gerade deshalb, ich finde die Investitionen in Einzelunternehmen spannend. In den letzten Monaten waren hier die Ausschläge auch durchaus heftiger als bei den ETFs. In beide Richtungen. Mal habe ich gestaunt, wie schnell eine Aktie fallen kann und dann war ich baff erstaunt, wie eine Aktie entweder schnell oder beständig einen Aufwärtstrend hinlegt. Einzelne werde ich vielleicht auch noch hier vorstellen.

Mein aktuelles Fazit

Ich schreibe bewusst aktuelles Fazit. Denn das kann schon noch sein, dass sich dies in den nächsten Jahren nochmal ändern wird. Im Augenblick würde ich sagen, ich brauch beides. Ich brauche ETFs, weil diese mir mehr Sicherheit geben und weil ich bei denen weniger Arbeit habe. Ich brauche Einzelaktien, weil ich mir gerne über den Markt Gedanken mache und dabei auch gezielt auswählen will, bei welchen Unternehmen ich investieren will und bei welchen nicht. Dies schreibe ich aus der Sicht, dass ich knapp 100.000 Euro in meinem Depot zu liegen habe, also auch irgendwie genug Geld da ist, um dieses zu streuen. Für Menschen, die gerade erst anfangen, ist wahrscheinlich ein Sparplan mit einem ETF  besser, weil hier das Risiko auch bei kleinen Geldmengen gut gestreut ist. Dazu hat Miriam ein bisschen was geschrieben.

 

PS. Warum keine aktiv gemanagten Fonds? 

Ja, die hatte ich auch mal. Sie sind auch nicht besser gelaufen, als meine ETFs, dazu kamen aber immer noch die deutlich höheren Gebühren. Deshalb habe ich diese im letzten Jahr alle radikal verkauft. Das ich dabei dann auch den Ausgabeaufschlag „verloren“ habe, war mir egal.

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Über Monika - die Frau mit dem Geld

Das Thema Geld interessiert mich, weil ich mit 45 finanziell frei war. Durch ein bisschen zufällige und im Nachhinein geschickte Geldanlagen kann ich von meiner Rendite leben. Meine Geschichte habe ich als Monika Reich im Buch "Finanziell frei" aufgeschrieben. Über weitere Entwicklungen blogge ich hier und tausche mich gerne mit den anderen Frauen (und Männern) aus.

Diskussionen

4 Gedanken zu “ETFs oder Einzelaktien?

  1. Wie klein die Welt ist.. Habe heute zum gleichen Thema einen Beitrag veröffentlicht. Ich setze aktuell auch auf beides. 🙂

    Gefällt 1 Person

    Verfasst von Ex-Studentin | 10. Dezember 2015, 23:07
  2. Hallo Freunde, Hut ab, interessantes Blog! PS: Wollt Ihr euch nicht lieber eine eigene Domain registrieren? … . wordpress.com wirkt nicht optimal.

    Gefällt mir

    Verfasst von Robert | 28. Januar 2016, 18:20
  3. Auch wenn dieser Artikel etwas älter ist, antworte ich auf ihn.

    Ich persönlich handle mit Aktien, aber eher kurzfristig, Tage bis Wochen. Dennoch habe ich mich auch mit langfristiger Anlage in Wertpapieren beschäftigt.

    ETFs sind ja im Grunde ein Selbstläufer. Man richtet sich einmal einen Sparplan ein und fertig. Durch die Verteilung von Wertpapieren auf verschiedenen Märkten und Industrien ist so ein ETF direkt an die Wertentwicklung des Marktes geknüpft. Das ist der Vorteil von ETFs, aber auch der Nachteil. Denn die Rendite ist die des Marktes.

    Mit Aktien ist es etwas anders. Sie folgen dem Markt, oder auch nicht ;-). Ich bin der Meinung, dass man eine klare Strategie mit Aktien verfolgen sollte, egal ob man kurzfristig oder langfristig handelt. Das hat zur Folge, dass man natürlich erst mal mehr Zeit in Aktien investieren muss, um für sich herauszufinden, was eine passable Strategie ist.

    Setzt man auf die Wertentwicklung der Aktie? Setzt man auf Dividenden? Beides? Und es gibt noch mehr. Wenn man einmal seine Strategie hat und für sich herausgefunden hat, nach welchen Kriterien man sich seine Aktien raussucht, dann benötigt man auch nicht mehr viel Zeit. Wenn ich eine langfristige Aktienstrategie verfolgen würde, würde ich nicht mehr als 10 Minuten im Monat dafür ansetzen.

    Viele Grüße
    Christo

    Gefällt mir

    Verfasst von Christo | 8. Februar 2016, 10:30

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