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Mein Kassensturz

IMG_3709Wahrscheinlich lebe ich auf großem Fusse. Vor der Trennung von meinem Mann war das auch irgendwie nie ein Problem. Ich habe mein eigenes Geld verdient und natürlich auch zum Haushalt beigesteuert. Wahrscheinlich weiblich blöd habe ich mich aber bei Rücklagen immer auf meinen Mann verlassen. Bis auf einen ganz kleinen Notfallgroschen habe ich mich bei Notfällen immer auf ihn verlassen.

Seit unserer Trennung ist das nun anders. Komplett anders. Es gibt keinen Notfallgroschen mehr. Diesen habe ich schon mehrmals schmerzlich vermisst und es als sehr demütigend empfunden, wenn ich Freundinnen fragen musste, ob sie mir was leihen. Daher kam dann auch die Motivation, in den Geldgesprächen meine eigenen Finanzen mehr in den Griff zu bekommen. Ich habe bereits geschildert, dass ich jetzt immer 300 Euro monatlich zur Seite lege. Das klappt mittlerweile dank Dauerauftrag ganz gut. In den letzten Wochen hatte ich auch keine Sonderausgaben, die den Aufbau der Rücklage konterkariert hätten.

Bei meinem letzten Beitrag hat mich Sparfuchs gefragt, warum ich bei 3.600,- € Einkommen nur 300,-€ sparen kann. Das hat zwei Gründe. Ich verdiene nur knapp 3.000,- €, genauer gesagt, 2.920,- € im Monat netto. Davon könnte man aber durchaus mehr sparen, wenn es einem wichtig ist. War es mir bisher aber nicht. Je mehr ich ins Sparen komme, desto mehr komme ich auch an den Punkt, mir meine Finanzen genauer anzuschauen. Hier mal ein aktueller Überblick, wohin mein monatliches Gehalt ungefähr hinwandert:

Menno´s Finanzüberblick
Einkommen   2.920 €
Ausgaben
Miete Wohnung -950 €
Auto (Leasingkosten und Verbrauch) -500 €
Lebensmittel/Essen gehen -400 €
Telefon/Internet/Handy -80 €
Sonstiges für mich, Kleidung, Kino etc. -200 €
Sonstiges für meine Tochter -160 €
Klavierunterricht Tochter -30 €
Urlaubsreisen -300 €
Rücklage -300 €
Ausgaben -2.920 €

Natürlich sind nicht alle Ausgaben immer genau gleich. Die Rücklage für Urlaubsreisen ist zum Bespiel ein bisschen Wunschdenken. Ich müsste das viel mehr machen, stattdessen kratze ich das Geld immer zusammen, wenn es an die Zahlung der Reise geht. Gott sei Dank zahlt man da ja in mehreren Raten, dadurch geht es immer irgendwie.

Was ich vielleicht sparen kann, schaue ich mir im nächsten Post an. Wo würdet ihr sparen?

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Mein Kassensturz

  1. Überraschender Kassensturz, mit deinem Nettogehalt kannst du dich glücklich schätzen. Ich war bei deinem vorigen Beitrag auch ein wenig verwundert, wieso du bei 3k Netto (+ Kindergeld?) nur so wenig Rücklagen bilden kannst, wobei es nun für 2 Personen gerechnet nun nicht wirklich verschwenderisch wirkt. Miete der Wohnung ist ein großer Posten, aber wenn man sich wohlfühlt und der Preis für die Lage angemessen ist, würde ich daran nichts ändern. 500€ fürs Auto sind recht viel, aber ein Auto ist im Unterhalt nun mal sehr teuer. Da kann es sich lohnen, auf Vollkasko zu verzichten (sofern vorhanden) oder beim nächsten Leasingvertrag ein Auto zu wählen, was weniger Unterhalt kostet. Beim Thema Telefon/Handy gibt es oft noch was zu rütteln: Ich zahle z.B. 5€ für meinen Handy-Vertrag. Bei 300€ alle 3 Jahre für ein neues Handy, bin ich bei unter 15€ pro Monat, was mich mein Smartphone kostet. Telefon/Internet/Fernsehen sind bei mir 37€. Urlaubsreisen für 300€ im Monat sind Geschmackssache. Bei 2 Leuten sind das 1800€ im Jahr für Urlaub, bei weiteren Reisezielen (USA, Kanada) ist das schnell erreicht. Dennoch meiner Meinung nach ein großes Sparpotential, wenn man nicht jedes Jahr groß auf den Putz haut. Zum Vergleich: Für eine Woche Rom mit einer Freundin habe ich letztes Jahr um die 340€ für Flug und Hotel gezahlt. Generell aber schon mal Kompliment, dass du deine Finanzen nun in Angriff nimmst. 300€ sind schon eine Menge an Rücklagen und wenn du dich damit wohl fühlst, findest du sicherlich auch bei andere Posten Einsparmöglichkeiten, ohne auf Lebensqualität zu verzichten.

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    Verfasst von Ex-Studentin | 31. Oktober 2015, 9:56
  2. Liebe Ex-Studentin,
    ja, ich weiß, dass ich nicht gerade ärmlich lebe und mir das auch sehr wichtig ist. Das ich jetzt anfange zu sparen, ist aus Notfallsituationen geboren worden, in denen ich es echt lästig fand, mir von Freundinnen Geld zusammenzuleihen. Das war besonders schlimm kurz nach der Trennung von meinem Partner. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich es immer besser in den Griff bekommen. Und vielleicht perspektivisch auch nochmal meine Ausgaben weiter runterschrauben kann. Aber alles Stück für Stück. Danke für Dein Feedback.
    Miriam

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    Verfasst von menno1235 | 5. November 2015, 10:39
  3. Spannender Überblick über Deine Finanzen. Mich interessieren die Verhältnisse anderer alleinerziehender Mütter, da ich seit einem Jahr in der gleichen Situation bin. Ein Haushaltbuch führe ich aber schon seit über 10 Jahren (mit einer Pause) und finde den Rückblick immer wieder super spannend. Allerdings habe ich wesentlich mehr Kategorien, in die ich aufteile. Dafür nur die Hälfte an Gehalt, aber KiG+2x UH.

    Was mir bei Dir auffällt, sind die enormen Autokosten monatlich. Dort würde ich persönlich ansetzen. Ich selbst fahre ein nicht mehr neues Auto und komme mit 100 € Sprit+Parken monatlich sowie HP/TK 250 €/Jahr hin. Plus Kfz-Steuer 120 €. Die Urlaubskosten erscheinen mir für 1,5 Personen auch üppig, aber das muss jede Familie für sich entscheiden. Essen gehen ist ein Punkt, den wir uns jeden Monat genau überlegen (müssen). Dafür plane ich in meinem Budget (ist in meinem Haushaltbuch enthalten und total praktisch!) genau einmal ein, für 3 Personen ca 30-40 Euro. Ansonsten müsste etwas anderes entfallen, z.B. ein Ausflug mit Eintrittsgeld.

    Ich freue mich, Neues von Dir zu lesen, da ich seit geraumer Zeit das Thema finanzielle Fildung auf meiner Fahne stehen habe. Sowohl für mich selbst, obwohl von Haus aus durchaus gebildet, als auch bei meinen Kindern. Die sollen möglichst gleich das richtige Handwerkszeug mit auf den Weg bekommen, um sich im Dschungel von Krediten, Dispo, Rücklagen und Versicherungen besser zurechtzufinden.

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    Verfasst von Lilly | 22. Januar 2018, 11:08

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